…ist bekanntlich vor dem nächsten Feuerwerk.

Für viele Tiere (und somit auch für deren Besitzer) sind Feuerwerke am 1.August/ Silvester sowie Gewitter eine Qual. Bei Hunden mit sehr schweren Angstzuständen lohnt es sich, frühzeitig Tierärzte mit Spezialausbildung in Verhaltensmedizin zu kontaktieren www.stvv.ch, um eine individuelle Therapie für das Tier zu suchen.

Hier einige von vielen Möglichkeiten, wie die Angst vor Knallerei und Gewitter gelindert werden kann:

  1. Thundershirt: beruhigt viele Hunde. Self-made: dem Hund ein T-Shirt anziehen, Kopf durch Kopföffnung, Vorderbeine je durch einen Ärmel, hinten ev. zuknoten, damit es bequem satt anliegt. Thundershirts sind auch im Handel erhältlich.
  2. Pheromonspray, -zerstäuber oder in Tablettenform: wirken beruhigend. Beim Tierarzt erhältlich
  1. Phytotherapie: beruhigende Kräuter z.B. Baldrian (Valeriana officinalis), Melisse (Melissa officinalis), Passionsblume (Passiflora incarnata), Lavendel (Lavendula angustifolia), Hopfen (Humulus lupulus) verwenden. Einige Tage bis Wochen vor dem Feuerwerk beginnen. Beratung und Dosierung durch Fachperson.
  2. Aromatherapie: beruhigende Düfte, immer stark verdünnt und optimalerweise vom Hund ausgelesen (mehr dazu im Blog vom 10.10.19) in der Umgebung des Hundes verteilen. Wichtig: der Hund soll eine Ausweichmöglichkeit haben, also nie auf das Halsband sprayen. Den Duft in ruhige Alltagsmomente integrieren. Beratung durch Fachperson.
  1. Sedativa (Beruhigungsmittel): oft nötig bei schweren Angstzuständen (in Kombination mit oben genannten Möglichkeiten). Viele Sedativa wirken nicht nur beruhigend, sondern auch anxiolytisch (=angstlösend). Immer durch den Tierarzt verschreiben lassen (v.a. bei Tieren mit Vorerkrankungen)
  2. Verschiedene Verhaltensmuster der Besitzer optimieren. Erwünschte Verhaltensweisen des Hundes verstärken etc. Beratung durch Fachperson.
  3. Beruhigende Massagen, dazu gibt es Kurse, z.B. Tellington Touch

Eine Kombination von den oben genannten Möglichkeiten ist oft sinnvoll und erfolgreich. Und: «try and error» Verschiedenes ausprobieren und schauen, was am besten funktioniert. Auf das die Ruhe bewahrt wird beim nächsten Gewitter.

Danke Madleina und Lydia für die Fotos 🙂