Ist es aus Sicht der Osteopathie sinnvoll, im Winter meinen Tieren eine Decke anzuziehen?

Ja, um Verspannungen in der Muskulatur vorzubeugen. Im Winter trägt mein Pferd eine Winterdecke und meinem Hund ziehe ich bei nass-kaltem, windigem Wetter ein wasserdichtes Mänteli an. Der Rücken soll warm bleiben. Friert ein Tier, verkrampft sich die Muskulatur, was zu schmerzhaften Rückenverspannungen und sogar chronischen Rückenbeschwerden führen kann. Insbesondere älter Tiere und solche mit Rückenproblemen, Tiere in der Rekonvaleszenz, d.h. in der Erholungsphase nach einer OP oder Krankheit und solche, die rassebedingt kaum Unterwolle bilden, wie der Rhodesian Ridgeback, sollten bei nass-kaltem Wetter einen rückendeckenden Witterungsschutz tragen.

Wie bemerke ich, ob das Tier im Winter friert? Typische Anzeichen bei Hunden sind Zittern, ein aufgekrümmter Rücken und verspannte Rückenmuskulatur. Pferde zeigen dies weniger offensichtlich, jedoch ist z.B. eine verspannte, druckempfindliche Rückenpartie nach einem Temperatursturz ein Zeichen dafür, dass eine Decke angezogen werden soll.

Was kann ich tun, wenn der Rücken verspannt ist? Als Sofortmassnahme helfen sanfte Massagen der verspannten Muskulatur. Und Osteopathie löst wirkungsvoll Verspannungen in den Muskeln und Gelenken. Zusätzliche zeige ich den Besitzern verschiedene Massagetechniken und Übungen, wie Verspannungen gelöst bzw. vorgebeugt werden können. Denn frühzeitig Vorbeugen kann die spätere Entstehung von Krankheiten verhindern. Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Lulu mit Wintermänteli
Lulu mit Wintermänteli (ein Geschenk von einer lieben Kundin, herzlichen Dank Anna!)